Robert Kriz, Berufstaucher a. D.
Shownotes
Was sich für die meisten Menschen wie ein Albtraum anhört, war für Robert Kriz jahrelanger Berufsalltag. Für den ehemaligen Berufs- und Einsatztaucher hatte optimale Atemluft für sich und seine Kollegen oberste Priorität. Robert Kriz weiß Bescheid über spezielle Atemgasmischungen und die damit verbundenen Risiken.
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00:00:06: Servus und herzlich willkommen beim Spirabodcast über die Dimensionen der Atmung.
00:00:13: Mein Name ist Alexander Jonas, mein heutiger Gesprächspartner ist zum zweiten Mal der Physiotherapeut und frühere Berufstaucher Robert Gritz.
00:00:35: Jeder Mensch, der schon einmal getauscht ist oder regelmäßig tauchen geht hat sich bereits etwas intensiver mit Atemluft-, Luftdruck- oder dem Sauerstoffverbrauch auseinandersetzen müssen Und diejenigen, die es vielleicht etwas engagierter tun oder getan haben, haben sich auch mit den verschiedenen Artenluftmischungen beschäftigt.
00:00:57: Erfahren Sie von Robert Kritz in dieser Podcastfolge über die verschiedenen Luftgemische, die Einsatztaucher atmen und welche Gefahren und Risken zu seinem Berufsalltag als Profitaucher gehört haben!
00:01:12: Ich freue mich zum zweiten Mal Robert Gritz bei mir zu Gast zu haben.
00:01:17: Lieber Robert, herzlichen Dank!
00:01:19: Ja vielen dank für die Einladung.
00:01:20: Wir haben beim ersten Mal über das bewusste Artentraining gesprochen, dass du entwickelt hast in deinem Job als Physiotherapeut.
00:01:30: Das ist aber irgendwie dein zweites Berufsleben.
00:01:33: Da gibt es ein erstes Berufslebensleben, das für Spierer auch super spannend ist.
00:01:40: Du warst Berufsdauer.
00:01:42: Kannst du da deinen Werdegang erzählen?
00:01:44: Ja, das war wie so häufig im Leben vollkommen ungeplant und überraschend.
00:01:51: Ich habe ja mit dem Freitauchen schon mit drei Jahren begonnen.
00:01:57: Ich konnte tauchen bevor ich an der Oberfläche schwimmen konnte, ich konnte tauchen bevor ich Rad fahren und Skifahren konnte in Österreich eher ungewöhnlich.
00:02:09: Und damit war ich lange Zeit einmal glücklich Und mit twenty-fünf bin ich dann einmal zum Flussenschwimmern in ein Training der Wasserrettung gegangen, einfach nur weil ich da eine Gelegenheit zu trainieren haben wollte und ich war sofort hooked.
00:02:25: Zwei Jahre später war ich hochtrainierter Einsatztocher, zwei weitere Jahre war ich mit meinem damaligen Ausbildner und Tauchpartner einer der Pioniere der Mischgastaucherei.
00:02:41: Und noch zwei weitere Jahre später hatten wir eine Tauchfirma für Spezialaufträge.
00:02:48: Die haben wir hauptsächlich deswegen gemacht, um uns das ganze teure Spielzeug irgendwie leisten zu können und haben dann eben über zwanzig Jahre in dem Bereich nebenberuflich gearbeitet.
00:03:03: Damit haben wir auch eine Nische bedient – alles was tief, dunkel, eng war.
00:03:13: Mittlerweile habe ich die berufliche Taucherei schon seit dreizehn Jahren aufgegeben.
00:03:19: Die Tauchausbildung in der Höhlenrettung ebenso, die Wildwasser-Ausbildung in einer Wasserrettung, die faded gerade so aus – das ist auch nicht mehr altersangemessen.
00:03:30: irgendwann.
00:03:32: und ich bin zu den Anfängern zurückgegangen vom hochtechnischen Tauchen zum Freizeittauchen und wieder zurück zum Freitauchen.
00:03:41: Nichts als Anzug Flosse!
00:03:44: Und Maske?
00:03:47: Ein spannender Zyklus kann man sagen, der sich da ergeben
00:03:50: hat.
00:03:52: Vielleicht kannst du uns das einmal näher bringen angefangen vom Pressluft bis zu den komplizierteren Gasgemischen die beim Tauchen verwendet werden.
00:04:06: Ja gerne!
00:04:07: Das Standardgas beim Sporttauchen ist Pressluft, also komprimierte Luft auf Zweihundert Bahre in etwa.
00:04:15: Komprimiert in Österreich und diese kompromierte Luft besteht wie jede andere Luft aus.
00:04:22: ca.
00:04:22: zwanzig Komma neun Prozent Sauerstoff und circa seventy- acht Prozent Stickstoff.
00:04:28: Der geringe Rest sind Edelgase und Spuren von Gasen die da mehr oder weniger reingehören oder nicht rein gehören je nach Reinheit datenluft.
00:04:40: Nitrox, das ist ein Gas aus der beruflichen Taucherei kam und aus dem Taucheinsatzdienst der militärischen Verbände wie fast alle Erfindungen technischerweise oder viele Erfindung technischer Weise zuerst militärischen Nutzen hatten.
00:04:58: Da ist die Menschheit immer sehr erfindungsreich wenn es darum geht.
00:05:04: Wie kann ich andere Menschen besser töten?
00:05:07: Und hat sich dann hat dann den Weg in den Sport und in die Recurrational, heißt das im Englischen also Erholungstaucherei gefunden.
00:05:21: Und da wurden natürlich sinnvolle Strategien übernommen.
00:05:27: was bedeutet Nitrox?
00:05:28: NitroX ist wie der Name ankündigt eine Mischung aus Nitrogen und Oxygen also Stickstoffen Sauerstoff als ein Gemisch.
00:05:39: In der Regel ist der Sauerstoff Antel höher als in der normalen Artenluft, technisch gesehen ginge das natürlich auch ungekehrt macht nur über Abkern Sinn.
00:05:49: Der Vorteil von Nitrox ist der geringe Narkosefaktor in geringeren Tiefen bis zu ca.
00:05:56: thirty Meter eine längere Nullzeit dass es die Zeit in der man ohne größere Wartezeiten direkt an die Oberfläche auftauchen kann längere Tauchgangszeiten und bessere Voraussetzungen für Wiederholungstauchgänge, also mehr als einen Tauchgangen in vierundzwanzig Stunden.
00:06:15: Der Nachteil von Nitrox oder NitroX ist das die maximale Einsatztiefe sogar geringer aus der Luft.
00:06:24: Warum dazu kommen wir dann bei den Gefahren des Sauerstoffsematengas?
00:06:31: dann verwenden Menschen, die tiefer tauchen wollen als die maximale zulässige Sporttauchtiefe.
00:06:38: Die liegt bei vierzig Metern bei optimalen Bedingungen.
00:06:42: Dann werden andere Artengas-Gemische verwendet also mehr Gasgemische, die dann also Trimix oder Quadromix meistens Trimics bezeichnet werden und die haben dann andere in Erdgase statt des Stickstoffs beinhaltet, weil Stickstoff ab einer bestimmten Tiefe zunehmend narkotisch wird.
00:07:06: Also beginnen tut das ab von zwanzig Metern und die zu erwartende Beeinträchtigung erklärt auch warum die maximale Tauchtiefe bei Sporttauchgängen von den Sporthauchverbänden mit vierzig Metern limitiert ist?
00:07:22: Ich würde dann ganz gerne später noch einmal auf die Spezialgemische eingehen.
00:07:26: kannst du uns erklären was?
00:07:29: Was macht das mit unserer Lunge?
00:07:31: Macht es einen Unterschied, ob ich mit normaler Pressluft tauche.
00:07:35: Machte seinen Unterschied, wenn ich mit Nitrox oder Trimix tauche von den Druckverhältnissen und der Sauerstoffer-Zorgung.
00:07:45: Grundsätzlich fühlt sich ja das Atmen unter Wasser anders ab.
00:07:49: Zum einen wüsste ich nicht, warum sich das Atmen für die Lunge unter Wasser anders anfühlen würde.
00:07:57: Unter der Voraussetzung, dass die Regler gut eingestellt und gewartet sind, sind moderne Regler so gebaut, dass sie jederzeit unbegrenzt viel Luft nach Bedarf liefern – also so viel Luft wie ein moderner Regler liefert will man gar nicht atmen!
00:08:15: Also von hier weg macht es wenig Unterschied.
00:08:20: Der Unterschied ist natürlich in der übrigen Wahrnehmung, man hört es anders.
00:08:25: Man hört das Ein- und Ausatmengerausch durch die Ventile an der zweiten Stufe also den Mundstück dass sich im Mund befindet.
00:08:33: Man atmet natürlich ausschließlich durch den Mund geht beim Tauchen nicht anders weil die Nase ja in einer Maske steckt.
00:08:41: Die komprimierte Luft ist in der Regel sauberer als die Oberflächenlufts.
00:08:47: Dafür sorgen Filter, sie sind kälter je nach Umgebungsbedingungen sogar deutlich kälder.
00:08:58: das heißt damit haben wir natürlich schon einen Unterschied in der Wahrnehmung.
00:09:02: für die Sporttaucherei ist eher die Psyche also die Summe aller Stressfaktoren ausgeliefert sein an eine fremde Umgebung, eventuell Dunkelheit oder andere Lichtverhältnisse.
00:09:16: Der Druck der auf dem Körper lastet eventuell auch Kälte wenn das Wasser kalt ist und das Wissen dass das Auftauchen zur Oberfläche zwar möglich aber schon bestimmte Voraussetzungen hat.
00:09:33: und damit fühlt sich natürlich das Tauchen als Direkt den Ausdruck des psychischen Empfindens natürlich anders an.
00:09:42: Du hast es jetzt aus der Sicht eines, sag ich mal, Sport- oder Hobbytauchers beschrieben?
00:09:48: Wie gehen wir als Berufstaucher mit großen Tiefen und ungewohnten Umgebungen um?
00:09:55: Um mit der Planung zu beginnen im Gegensatz zum Sporttauchen im Urlaub geht's beim technischen Tauchen darum die einzelnen Schritte voraus zu berechnen mit den Eckdaten des Tauchgangs und natürlich auch mit möglichem Belloutverfahren, also mit Ausstiegsszenarien falls es zu einem Problem kommen sollte.
00:10:24: Und natürlich für die Gasplanung das Verbrauchs um zu wissen wie viel Gas benötigt wird.
00:10:35: Je nach Tiefe hat sich die technische Taucherei und die Berufstaucherei etwas verändert.
00:10:42: Damals, als wir das gemacht haben wurde noch zum größten Teil im offenen System getaucht also so wie beim Sporttauchen mit Tauchflaschen aus dem Gas geatmet wurde dass beim Ausatmen dann verloren gegangen ist quasi ins Wasser ausgeatmet wurden.
00:11:04: Das hatte den Vorteil, dass es technisch relativ leicht umsetzbar war.
00:11:08: Dass man genau wusste was in den einzelnen Tanks drinnen war.
00:11:13: und wenn wir die Prozeduren eingehalten haben dann haben wir auch immer aus den Tanks geatmet, die gerade für die passende Tiefe vorgesehen waren.
00:11:21: Hatte halt ein Nachteil das man ziemlich viel Zeug mit hatte.
00:11:24: also so eine technische Tauchausrüstung hat bei uns je nach Projekt bis zu neunzig Kilogramm gewogen und hatte bis zu sechs, sieben Tanks.
00:11:35: Und mittlerweile wird das mehr mit Kreislaufbetrieben an Geräten getaucht in diesen Tiefen, wo das Gas quasi wieder Namen sagt im Kreis geführt wird und nur der verbrauchte Sauerstoff versetzt wird.
00:11:50: Das heißt hier sind Die benötigten mitgeführten Gas nehmen einen Menge an Geringe.
00:11:56: Dafür gibt es natürlich andere technische Voraussetzungen.
00:12:01: und beim Sättigungstauchen, das in den Achtziger bis zweitausender Jahren noch sehr gebräuchlich war, wo die überhaupt die Gaszufuhr durch einen Schloch von der Oberfläche gewährleistet, so wie es ursprünglich auch bei den antikendorch Geräten der Fall war.
00:12:20: Und die technische tiefe Manntaucherei ist mit dem Einsatz von Unterwasserrobotern und Unterwassertronen deutlich im Rückzug.
00:12:33: Die können schon viel mehr sind geschickter, das Risiko ist natürlich deutlich geringer und deswegen gibt es da auch eine Veränderung wobei ich ehrlich gesagt nicht sagen kann wie sie jetzt genau ist weil Wenn es einige Jahre nicht mehr betraut, also die aktuellen Entwicklungen kann ich jetzt gar nicht genau wiedergeben.
00:12:58: Lass mich noch einmal auf den psychischen Aspekt kommen!
00:13:03: Es ist eine psychische Belastung.
00:13:06: wie geht man mit der als Einsatzdaucher um?
00:13:09: Natürlich kann man das genauso trainieren wie man fast alles andere trainieren kann.
00:13:13: Wichtig sind in dem Fall nach meinen Messen die Vorbedingungen.
00:13:22: Wie viel Erfahrung, wie viel Training hat man mit fordernden Bedingungen?
00:13:28: Dann ist natürlich die Herangehensweise und die innere Ruhe und Gelassenheit schon einmal besser.
00:13:34: Das gilt sowohl für die Prozeduren, die getrenniert werden müssen als auch für die Auswahl der Tauchpartner und das Zusammenspiel im Team.
00:13:42: tauchen ist ganz eindeutig eine Teamaktivität, zwar nehmen wir den Partner oder die Partnerin nicht als direkte Redundanz in die Planung hinein.
00:13:56: Es ist aber trotzdem so dass sie da sind und natürlich noch eine weitere Stufe der Sicherheit darstellen.
00:14:06: Durchgangsplanung für komplexe Tauchgänge sind mindestens einfach redundant.
00:14:10: Das heißt, es gibt mindestens einen Ersatz oder eine Ersatztrategie für ein technisches Gerät oder für einen wesentlichen Inhalt wie Gas-, Licht-Orentierung... verpassen von Tauchgangsplänen, Abbruchnotwendigkeit von Tauchtgängen.
00:14:35: Und da gibt es so mindestens ein manchmal sogar mehrere Ersatzmöglichkeiten.
00:14:40: und wie einer meiner Instruktoren gesagt hat two is one and one ist none in case of emergency.
00:14:48: Das heißt, hier gibt es einmal einiges in der Planung.
00:14:50: Das macht es einem leichter und auch das Risiko kalkulierbar.
00:14:54: Und ich möchte auch Gefahr von Risikotrennern.
00:14:58: Die Gefahr besteht natürlich unter Wasser immer weil Wasser ist für landeshäure Tiere ein per se tödliches Medium.
00:15:10: Einmal unter Wasser tief einatmen fühlt er in der Regel zu mal trinken wenn nicht Hilfe von außen bekommen.
00:15:16: Den Dekompressionsstopp, es gibt den Sicherheitsstopp.
00:15:22: Was kann da für Sporttaucher gefährlich werden?
00:15:26: Was kann passieren bzw wo liegen die Gefahren beim extremen Einsatz tauchen?
00:15:33: Also was beim Tauchen ja passiert ist ich tauche Gas unter erhöhtem Druck und das ist für den Körper an sich ganz fein weil damit habe ich keine Druckunterschiede in der Lunge.
00:15:46: Ich habe im Gegensatz zum Abnowtauchen.
00:15:48: Im
00:15:48: Gegensam zum Freitauchen, genau!
00:15:50: Wo ich ja quasi mit dem Oberflächendruck wegtauche und der Körper wird mit zunehmenden Tiefe zu mir komprimiert und damit auch die Lunge deutlich zusammengedrückt.
00:16:02: Beim Gerätetauchen hat man durch Gas mit Umgebungsdruck ein... Das heißt, ich habe ein Druckleichtegewicht in der Lunge gegenüber Außen.
00:16:12: Allerdings lösen sich die Gasbestandteile durch den erhöhten Druck entsprechend dieses Druckgefällnis mehr und schneller im Körper Und das machen alle Gasbestandeile.
00:16:25: und das führt zu zwei interessanten Effekten.
00:16:27: Zum einen wird es die Reaktion, die das Gas im Körper macht intensiver.
00:16:35: Das gilt für den Sauerstoff in einer gewissen Weise.
00:16:40: Zwar ist diese kritische Tiefe tiefer als die kritische Tiefe für den Stickstoff, weil Stickstoff macht auch etwas.
00:16:49: Es ist zwar eine Nährdgas, also reagiert chemisch kaum hat aber einen zunehmenden narkotischen Effekt auf die Nervenzellen des Gehirns.
00:16:57: und damit kommt es eben zum sogenannten tiefen Rausch einer Narkose.
00:17:02: Wirkung durch das Gas-Stickstoff Und andere Gase machen diese Sättigung auch, reagieren aber damit unter nicht so im Körper.
00:17:11: Helium zum Beispiel reagiert mit dem Körper praktisch nicht.
00:17:16: Neon auch nicht, Wasserstoff sowieso nicht aber das ist ein Sondergas für besondere Bedingungen aufgrund anderer Risiken.
00:17:26: Allerdings haben sie den Nachteil wenn diese Gase sich im Körper lösen also reingehen und gelöst werden müssen die Beim auftauchenden Körper auch wieder verlassen, damit sie sich nicht im Bläschen v.a.
00:17:41: mit dem Körper ausdehnen.
00:17:42: Das wäre die sogenannte Kassionskrankheit oder Depressions-Krankheit und das versucht man eben durch langsames kontrolliertes Auftauchen den Sicherheitsstopp beim Sporttauchen.
00:17:59: Das ist weit innerhalb der Sicherheitsmarschen aber man hat sich dazu durchgerogen es zu machen und eventuellen De-Kompressionsstopps, also stoppen auf einer bestimmten Tiefe um dem Körper die Möglichkeit zu geben das Gas auch wieder loszuwerden einzuhalten.
00:18:18: Und das ist eben bei der Tiefentaucherei ein wesentlicher Faktor.
00:18:24: in der Regel dauern diese Entsetzungszeichen deutlich länger als die Tauchgangszeiten in der Tiefe.
00:18:36: extrem tauchgängern im offenen system auf minus hundert fünfundzwanzig meter.
00:18:42: acht minuten tauchgangszeit also acht minutten zeit in der tiefe und dreieinhalb stunden austausch zeigt ja der letzte stopp war einer fünftig minuten auf drei meter.
00:18:58: was
00:18:59: macht das?
00:18:59: macht man diese dreiei halbstunden lang außer warten
00:19:03: warten leicht bewegen damit das Gas nicht in steifem Muskeln zurückgehalten werden kann.
00:19:12: Ich schlafe gerne, also ich kann auch in jeder Position und auch in jede Höhe Schweben schlafen.
00:19:21: Ich musste mir dann immer nur die Regeln so in den Mund binden, dass sie mir nicht raus gefallen sind.
00:19:24: Das war ein bisschen unangenehm oder ...
00:19:28: Du hast ja gebraucht, der die aufwegt, dann hat er wieder nach.
00:19:30: Der Dachpartner stupste da und sagt hey es fahrt wieder soweit.
00:19:35: Oder einfache Spiele spielen.
00:19:40: Für Gewinn, das ist ein Tic-Tac-Tou, hat sich da sehr bewährt.
00:19:43: Das kann man auf Schreibtafeln spielen.
00:19:44: Zum Teil kann man auch Lesen oder Musik hören.
00:19:48: Das kommt immer auf die Technik an... ...oder man macht damit nichts und hat dann mehr Ruhe.
00:19:53: Ruhe ist sowieso eines der wunderbaren Merkmale von Unterwasser.
00:19:59: Es ist wirklich ruhig!
00:20:01: Nicht absolut still aber ruhig.
00:20:07: Sie hören ein Spierergespräch mit dem ehemaligen Berufstaucher, Ausbildungsleiter Wildwasser der österreichischen Wasserrettung und Ausbildungsleiter Einsatztaucher der österreichischen Höhlenrettung Robert Kritz.
00:20:23: Im zweiten Teil des Gesprächs spreche ich mit Robert unter anderem über Mikkemausstimmen unter Wasser – über Atmexperimente und über überwältigende Atemzüge!
00:20:39: Du hast noch erwähnt, dass Helium und Neon Gasesan die bei Spezialdachgängen dem Gasgymisch zugefügt werden.
00:20:55: Was bewirkt das?
00:20:56: Was hilft das?
00:20:58: Das nimmt einmal den narkotischen Effekt des Stickstoffes zurück.
00:21:02: Je geringer der Stickstoffanteil, je höher der Heliumanteil ist umso weniger nakotische Wirkung habe ich weil Helium ist nullnakotisch.
00:21:11: Es reduziert natürlich auch den Sauerstoffanteil, wo durch der giftige Effekt vom Sauerstoffs auch reduziert wird.
00:21:18: Wichtig ist, dass man diese Gase wegen des geringen Sauerstaufsanteils dann nicht an der Oberfläche atmen darf, weil da wären sich Hypoxe.
00:21:26: Also es wäre zu wenig Sauerstoch drin und das würde sehr schnell zu einem Sauerstofmangel im Gehirn führen.
00:21:33: aber das ist eine Technikfrage.
00:21:37: Kleiner Nachteil, weil wie immer im Leben gibt es ja fast nirgends nur Vorteile und kleine Nachteile bei sehr hohen Heliumanteilen.
00:21:50: sehr großen Tiefen und zu schnellem Druck, also zu schnelles Absteigen.
00:21:54: Wir sprechen da in Abstiegsgeschwindigkeiten über vierzig, fünfunddreißig, vierzig Meter pro Minute kann es zum sogenannten Helium-Zittern kommen oder High Pressure Nervous Syndrome.
00:22:05: das ist quasi so ein Buck ins onartiges Vibrieren im Körper und Zucken dass in der Regel aber mit langsameren Druckaufbau ganz gut und langsamer bewegen, auch ganz gut wieder in den Griff zu bekommen ist.
00:22:25: Und Helium ist viel dünner!
00:22:27: Das heißt die thermische Leitfähigkeit ist deutlich geringer.
00:22:33: das heißt Helium-Gas im Trockentachanzug ist extrem kalt.
00:22:38: Viel Kälte aus Pressluft.
00:22:40: Deswegen werden da gern andere Gase verwendet wie Agon Oxygen, also Agons-Ausstoffmischungen.
00:22:46: Mein Agon ist jetzt genau das Gegenteil vom Helium.
00:22:51: Es ist sehr dicht, ziemlich narkotisch schon in der Oberfläche und durch die Dichte natürlich ein gutes Dämmgas für den Anzug.
00:23:02: Und mit dem Helium haben dann alle Taucher Stimme wie auf einem Kindergeburtstag?
00:23:08: Ja, würden Sie sprechen?
00:23:12: Hätten sie diese Mikkemaßstimmen.
00:23:15: Da ist mir etwas ganz wichtig!
00:23:17: Bitte an alle Kids die glauben dass sie Helium oder Narkosegase zum Spaß atmen müssen.
00:23:24: was ich an sich schon für eine bescheuerte Idee halte sorgt zumindest dafür das zwanzig Prozent Sauerstoff mit beigemischt sind weil alle Inertgase sind Stickgase d.h.. die führen zum Sauerstoffmangel tot und zwar in relativ kurzer Zeit.
00:23:43: Und Menschen, die mit Stickgasen bewusstlos geworden sind, sind extrem schwierig zu reanimieren.
00:23:49: Du hast außer Helium auch erwähnt, dass es noch ganz andere Gasmischungen gibt?
00:23:55: Was sind das für Mischungen und wozu oder wann werden die eingesetzt?
00:24:00: Ja grundsätzlich kann man jedes andere Inertgas, also jedes andere Edelgas verwenden im Periodensystem das nicht radioaktiv ist.
00:24:10: Da fallen dann schon ein paar nach oben hinaus.
00:24:13: Das ist neben... Helium natürlich Neon, das ist das nächste in der Reihe der Edelgase.
00:24:21: Er hat ziemlich ähnliche Eigenschaften und wurde halt weniger verwendet.
00:24:28: deswegen weil die Gewillung vom Helium primär einfacher war.
00:24:32: Helium ist ein Abgas der Gasförderungen in Gastlagerstätten also das ist schon ein wirtschaftlicher Faktor.
00:24:42: Und die zweite Variante, Gase herzustellen ist Karagenic Fracture.
00:24:45: Also Linde-Destellationsverfahren, also Grührdestillationsverfang technisch sehr aufwendig, energieintensiv teuer und dessen wurden eben näher und dann sehr bald aber nicht mehr verwendet weil das geht hauptsächlich nur durch Destillation.
00:25:02: Und theoretisch wäre Wasserstoff verwendbar?
00:25:08: Wasserstoff hat nur den Nachteil, dass es mit mehr als vier Prozent Sauerstoff zu Gneigas reagiert.
00:25:14: Und das macht den Einsatz also nur für sehr große Tiefen so jenseits von zweihundert-zweihundertfünfzig Meter sinnvoll und das ist ein Eck mehr, als ich jemals gedacht bin.
00:25:28: Ja dann gibt's oder gab's natürlich noch experimentelle Atemgemische wie zum Beispiel bei Fluorocarbon.
00:25:40: Das ist eine Flüssigkeit, eine atembare Flüssigkeit die überhaupt kein Sättigungsproblem schafft.
00:25:49: Damit habe ich das ganze Decomposionsproblem nicht mehr.
00:25:52: theoretisch könnte ich dann unbegrenzt lang und unbegränzt tief tauchen wenn ich es mit genügend Sauerstoff versetzt habe, dass der Körper erbraucht.
00:26:02: Da wird der ganze Körper Unter Wasser gesetzt.
00:26:05: Da wird die Lunge mit Flüssigkeit gefüllt
00:26:09: und
00:26:10: das ist dann so ein bisschen wie...
00:26:11: Ertrinken, es ist wie erdrinken aber man kriegt dann trotzdem nach dem ersten Schock noch genügend Sauerstoff und kann dann so atmen wie bei Prenatal also vor der Geburt auch Flüssigkeits geatmet hat weil da waren die Lungen ja auch mit Fruchtwasser gefüllt Und das hat funktioniert ist halt relativ aufwendig in der Herstellung, aber man muss ja die Person zuerst einmal physisch ertrinken lassen.
00:26:37: Das ist mit Menschen mit bereits entwickelter Psyche manchmal ein bisschen anstrengend – ich finde es nicht so anstrendlich, aber auch genügend Ertrinkungserfahrung.
00:26:49: Irgendwann ist das nie mehr mehr so aufregend und da muss man sich natürlich wieder rauskriegen!
00:26:58: Und die Lunge dann natürlich wieder belüften und wieder aufblähen, weil mit dem Abwaschen des Oberflächungsfilmes uns zusammenfallen würde.
00:27:06: Das ging schon!
00:27:08: Es hat nur für Stauchen nicht viel gebracht... Und deswegen wurde es beim Tauchen dann nicht verwendet.
00:27:14: Von den Achtziger bis Zweitausenderjahren wurde das intensiv bevorzustellen im medizinischen Bereich und im militärischen Bereich, und auch die haben sie wieder eingestellt, also man hört seit den zweitausenden Jahren immer mehr viel von diesen Varianten... Weil die Technik besser geworden ist, also man konnte den Menschen ersetzen.
00:27:33: Es braucht nicht mehr Menschen in fünfhundert Meter tief um irgendwelche Ventile bei Pipelines zu schließen.
00:27:42: Das können mittlerweile die Roboter genauso gut und wir riskieren nicht Menschenleben.
00:27:47: Bei gesund war die Sache natürlich nicht so.
00:27:51: Aber ein bisschen Schad auch oder?
00:27:54: Ich fand das nicht
00:27:56: mehr.
00:27:57: Nein, die haben auch ganz andere Sachen gemacht aber es ist eine Zeitland spannend, aber es gibt einen guten Grund warum das Pensionseigler für Berufsdauer bei forty-fünf liegt.
00:28:09: Die, die da noch im Leben sind, die brauchen die Pensioner.
00:28:12: Schwerarbeiterregion Special?
00:28:15: Schwer Arbeiter mit deutlich erhöhten medizinischen Risken.
00:28:20: Wird
00:28:20: mich noch interessieren was dich da vor allem zum Beispiel beim Höhlen-Torchen angetrieben hat, ist das so eine Art Entdeckerantrieb?
00:28:33: Was ich am Höhlentorchen mag, ist natürlich einerseits die Umgebung.
00:28:37: Diese abgeschlossene Umgebungen hat für mich etwas Beruhigendes.
00:28:41: Das gilt sowohl für Trockenhöhlen in der Trockenhöhenforschung und ich war ja einige Zeit in der Höhenrettung aktiv – und für Wasser noch umso mehr!
00:28:51: Damit habe ich natürlich dieses Gefühl von abgeschlossen bis eingeschlossen sein.
00:28:56: Das ist jetzt eine Frage der Bewertung, welchen Aspekt man jetzt mehr betrachten möchte.
00:29:03: Aber das kann man ja wählen.
00:29:06: Wir können ja drunter wählen, ob wir das wahrnehmen oder ob wir darunter leiden.
00:29:12: und dass was höhlend auch natürlich befeuert, ist der Forschungsdrag.
00:29:19: Forschenes entdecken Und es geht dabei unbekanntes zu erforschen, Neuland zu erforschen und auch zu dokumentieren.
00:29:35: Wir haben das in der Forschung nicht nur touristisch gemacht, man sagt, dass wäre jetzt eine geile Höhle und da tauchen wir jetzt hinein und können danach allen bis zu unseren Enkeln was erzählen.
00:29:45: Sondern da geht's darum... zu dokumentieren, zu kartografieren, hydrologischer Zusammenhänge sichtbar zu machen herauszufinden.
00:29:56: Wo kommt das Wasser her?
00:29:58: Wo geht es hin?
00:30:00: Wie fragil ist das Ökosystem Wasser?
00:30:04: und was natürlich auch bringt die Forschung, bringt die Möglichkeit Mütten und Legenden entweder zu bestätigen oder zu sagen ja da ist was dran oder zu widerlegen und sagen, das ist eine Erzählung.
00:30:17: Oder ein Mythos ... Und wir sind hinabgetaucht in diese Tiefen und haben keinen Ungeheuer gefunden.
00:30:25: Das wollte ich gerade fragen!
00:30:30: Die wahren Abenteuer- und ungeheuern sind ja wie meistens im Kopf.
00:30:35: Es gibt so
00:30:35: ganz spezielle Atemzüge die für dich in Erinnerung geblieben sind unter Wasser oder vielleicht auch ... der erste Atemzug nach dem Auftauchen wieder.
00:30:45: Ja, hast du was richtiges angesprochen?
00:30:47: Die meisten Atemzüge, die mit dem Technis bleiben sind, wenn man nach einem Freitauchen, also beim Freitauchern dann an die Oberfläche kommt, nach einer längeren Aufstiegsstrecke mit mehr oder weniger schon ziemlichen Lufthunger und dann die Ober flächelt durch Bricht und wieder ans Licht kommt, schwimmt mal eben in dieses Licht hinein.
00:31:08: das ist so eine nivanaartige Erfahrung So wie sich die Menschen das halt vorstellen, ich kann es ja noch nicht sagen.
00:31:15: Und nach dem ersten befreienden Ausatmen dann so tief und lang einzuatmen... ...das ist ein bisschen wieder erste Atemzug überhaupt.
00:31:25: Also so einen Rebirthing-Effekt.
00:31:30: Der ist überwältigend!
00:31:34: Würdest du sagen dass diese Berufstaucher vergangen hat?
00:31:39: In deine Gegenwart wirkt auch in die Arbeit deiner Gegenwart, wenn ich an das bewusste Atemtraining denke.
00:31:45: Dass sich mit Angst- und Stresssituationen auseinandersetzt liegen da die Wurzeln schon im Tauchen?
00:31:54: Auch ganz eindutig!
00:31:56: Wer tauchen besteht ja aus Atmen und Schwimmen.
00:32:00: Beides sind Dinge, sehr nahe sind.
00:32:04: Seit jeher, seit ich mich erinnern kann und damit lährt uns natürlich den Gebrauch von Atmung weil Atmungen ist die zentrale Funktion im Tauchen und in Wirklichkeit lässt sie auch unter Landbedingungen alle anderen Körperfunktionen physisch psychisch und emotional beeinflussen.
00:32:27: das heißt ich habe hier ein Multifunktionswerkzeug mit dem ich sehr viel positives anstellen kann.
00:32:34: Umgekehrt natürlich, wenn ich es auch unbewusst und günstig mache sehr viele Dinge ungünstig verändern kann und das bewusst machen und das anbieten einer Veränderung dass ist was mich therapeutisch sehr interessiert und mich gut unterstützt in meiner Arbeit und für viele Menschen gewinnbringende Werkzeuge sind.
00:33:01: Vorteil ist Atmung ist immer verfügbar.
00:33:03: Ich brauche überhaupt nichts dafür, ich brauche keine technischen oder räumlichen Gegegenheiten.
00:33:09: Es besteht aus Ausatmen und Einatmen.
00:33:12: sehr simpel auf den ersten Blick aber es kann eine unheimliche Menge an günstigen Veränderungen schaffen.
00:33:21: das hat mir natürlich das tauchen und das bewusste verändernde Atemmechanik- und Atemtechnik bis beim Tauchen Besonders beim Freitagentor, das ist natürlich die Königsdisziplin der Atemsteuerung.
00:33:38: Hat mir da sehr viel gelehrt und das gebe gerne weiter.
00:33:43: Die Königs-Disziplin in der Atensteuerungen ist das Nichtatmen?
00:33:47: Ja oder das kontrollieren zu können einige Zeit lang nicht atmen zu können und dann wieder.
00:33:57: und das Sinn der Atempause oder die Kunst nicht atmen zu müssen, dass ist auch etwas was wir ja als Format haben.
00:34:06: Das heißt wie kann ich Atempause- oder Abnoe-Training in meinem Alltag sinnvoll einfließen?
00:34:13: Das machen wir im Bravefield, das macht genauso der Christian Redl mit seinen Abnoenkursen und den Formaten, denen er im Spirachop ramm bietet, auch empfehlenswert!
00:34:26: Robert, herzlichen Dank für die Zeit und für diesen Ausflug in eine andere Welt
00:34:34: kann man sagen.
00:34:36: Vielen Dank für diese Gelegenheit!
00:34:38: Ich mag es auch gerne wenn ich mich selber mal wieder zurückgerinnere dran wie das so war.
00:34:44: Danke schön
00:34:49: Sie hörten ein Gespräch mit dem Physiotherapeutin und ehemaligen Berufstaucher Robert Gritz aufgezeichnet fürs BIRA der Atemwebsite.
00:35:00: Wenn Sie mehr über die verschiedenen Atemwelten wissen wollen oder mehr über das von Robert Kritz entwickelte bewusste Atemtraining erfahren wollen, besuchen sie meine Website www.spierer.net www.SpiererMitharmendeGeschrieben.net Und wenn Ihnen dieser Podcast gefallen hat, schenken Sie meine gute Bewertung auf der Podcast-Plattform ihrer Wahl!
00:35:28: Herzlichen Dank und auf Wiederhören bei der nächsten Spire Podcast-Folge.
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